Biokraftstoffe

Grafik zum Primärkraftstoffverbrauch in Deutschland 2008
Primärkraftstoffverbrauch Deutschland 2008

Im Jahr 2009 wurden in Deutschland 51,5 Mio. Tonnen Kraftstoff verbraucht. Der Anteil der Biokraftstoffe betrug 5,5 % (Vorjahr: 5,9%). Wurden in 2008 noch 3,7 Mio. Tonnen verbrauch, reduzierte sich der Biokraftstoffabsatz 2009 auf 3,5 Mio. Tonnen.

Während momentan und in absehbarer Zeit vor allem Biodiesel, Pflanzenöl und Ethanol in größeren Mengen genutzt werden, gehört die Zukunft synthetischen Kraftstoffen aus fester Biomasse.

Der Primärkraftstoffverbrauch in Deutschland (2009) von 51,5 Mio. t setzt sich zu 56,0 % aus Diesel-, 38,5 % Ottokraftstoff und 5,5 % Biokraftstoff zusammen. Dabei ist der Anteil biogener Kraftstoffe von 1,4 % (2003), 2 % (2004), 3,6 % (2005), 6,3 % (2006) bis auf 7,2 % in 2007 gestiegen. Seit 2008 mit 5,9% und 2009 mit 5,5% ist der Biokraftstoffanteil in Deutschland rückläufig. Trotz Rückgang bleibt Biodiesel der wichtigtste Biokraftstoff in Deutschland. Mit ca. 2,5 Mio. t entfallen auf Biodiesel etwa 77 % des deutschen Biokraftstoffabsatzes. Der Anteil am Biokraftstoffverbrauch von Bioethanol konnte von 626.000 t auf 903.000t ausgebaut werden, während der Absatz von reinem Pflanzenöl auf 101.000 t sank (Vorjahr 401.000t).

Neben der Schonung fossiler Ressourcen spielt der ökologische Aspekt auch hier eine wichtige Rolle: Biotreibstoffe können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass die vorgegebenen Ziele der CO2-Einsparung erreicht werden können. Im Jahr 2009 wurden durch die Nutzung von Biokraftstoffen 7,6 Mio. t CO2 eingespart.

Grafik zur Entwicklung der Biokraftstoffe in Deutschland
Entwicklung Biokraftstoffe in Deutschland

Die Technologien zur Nutzung der verschiedenen Biotreibstoffe sind unterschiedlich ausgereift. Auf reines Pflanzenöl beispielsweise müssen Dieselmotoren in der Regel erst angepasst werden, was mit relativ hohen Kosten verbunden ist.

Rapsölmethylester (RME) - auch Biodiesel genannt - ist dagegen seit Jahren ein marktgängiger Treibstoff. Er wird über die Veresterung aus Rapsöl hergestellt und ist normalem Dieselkraftstoff vergleichbar. Zahlreiche Fahrzeughersteller haben ihre Modelle für den Betrieb mit RME freigegeben oder bieten gesonderte Biodiesel-Pakete an - ein deutlicher Beweis dafür, dass der pflanzliche Treibstoff herkömmlichem Diesel in nichts nachsteht.

Zudem kann Biodiesel seit 2004 herkömmlichem Diesel bis zu 5 % beigemischt werden - so erlaubt es die europäische Diesel-Norm (DIN EN 590). Seit 2009 kann dem Dieselkraftstoff in Deutschland ein erhöter Anteil Biodiesel (7%) beigemsicht werden. Die Anforderungen für den so genannten B7-Kraftstoff sind in der DIN 51628 geregelt.

Auch Bioethanol, das über die Vergärung aus stärke- oder zuckerhaltigen Pflanzen gewonnen werden kann, ist als Treibstoff nutzbar. Laut Ottokraftstoffnorm (DIN EN 228) ist die Beimischung von bis zu 5 Prozent zu herkömmlichem Ottokaftstoff möglich.

Synthetische Kraftstoffe schließlich sind für den Verbraucher von normalem Benzin oder Diesel in nichts zu unterscheiden, lediglich die Rohstoffquelle ist mit fester Biomasse eine andere. Diese Treibstoffe bergen großes Potenzial, das allerdings erst erschlossen werden muss.

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